Der NATO-Code in Çukurca

Es sind neue Informationen zu den eingesetzten Waffen des türkischen Militärs bei dem Luftangriff in Çelê (Çukurca), bei der 36 Guerillakräfte der HPG ums Leben kamen, ans Tageslicht gekommen. Wie der Leiter des Berliner Informationszentrums für transatlantische Sicherheit (BITS) Otfried Nassauer gegenüber der Nachrichtenagentur Firat mitteilte, handelt es sich bei den Bomben um GPS gesteuerte Bomben der NATO.

Nassauer, dem die Codes von den Überresten der Bomben vorgelegt wurden, konnte damit die Bomben näher spezifizieren. Aus dem Code (Nsn 1325-01) werde ersichtliche, dass es sich um eine NATO Bombe (NSN = NATO Stock Number) handele, die in den USA hergestellt worden sei, das durch die am Ende sehende Nummer ‚01‘, das innerhalb der NATO für die USA steht, ersichtlich werde.

Bei den Bomben selbst handele es sich um die 227 kg schwere Mk-82 Bombe die zwar nicht neu sei, aber aus der Aufschrift „Wing assembly“ auf der Bombe, werde ersichtlich, dass diese modernisiert und mit der GPS-Technik ausgestattet worden sind. Dadurch lassen sich die Bomben zielgenau steuern.

Auf telefonische Anfrage bei der NATO-Zentrale in Brüssel, erklärte der Verantwortliche für die NATO-Logistik (NAMSA) John Bosmans, dass sie den Code auf der Bombe untersuchen würden. Weitere Informationen wurden von Bosmans allerdings nicht gegeben.

Quelle: ANF, 10.11.2011, ISKU

Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus gegen Verkauf von Kriegshubschraubern an die Türkei

Im US-Repräsentantenhaus haben sich neun Abgeordnete für einen Stopp des Verkaufs von 3 Cobra-Kriegshubschraubern des Typs Super stark gemacht. Es handelt sich hierbei um einen Deal in Höhe von 111 Millionen Dollar.

Die Abgeordneten Shelley Berkley, Eliot Engel, Gus Bilirakis Carolyn Maloney, Michael Grimm, Frank Pallone, Ed Royce, Steve Israel und Jim McGovern forderten zudem in einem Brief US-Präsidenten Barack Obama auf, die diplomatischen Beziehungen zur Türkei zu überdenken und neu zu bewerten.

Gleichzeitig geht die an Senator John Kerry, der Sprecher der Außenbeziehungskommission im Senat ist, gerichtete online Petition zum Stopp des Waffendeals weiter. In dem Aufruf zur Petition heißt es unter anderem: „Die Kurden in der Türkei brauchen dringend eine friedliche Lösung für die kurdische Frage, und nicht weitere hochtechnologische Waffen“. Die Petition, die bis zum Samstag noch fortgeführt werden soll, kann unter folgendem Link erreicht werden:
http://www.change.org/petitions/chairman-us-senate-foreign-relations-committee-stop-us-cobra-sales-to-turkey

Petition gegen die Verhaftungen im sogenannten KCK -Verfahren ((Koma Ciwaken Kürdistan/Vereinigung der Gemeinschaften Kurdistans)

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